Logo der Dynamity Group GmbH

Neue Möglichkeiten mit KI-Agenten in Dynamics 365 F&O

Einstieg in KI-Agenten mit Dynamics 365 F&O

Die Zukunft von Finance and Operations ist da. KI-Agenten in Dynamics 365 F&O ermöglichen Unternehmen, über traditionelle Systeme hinauszugehen und intelligente, adaptive Prozesse zu nutzen.
 

Diese Agenten sind darauf ausgelegt, komplexe Workflows zu automatisieren und sofortige Einblicke zu liefern. Sie verbinden sich nahtlos mit ERP-Daten und stellen Echtzeitinformationen bereit, die fundierten Entscheidungen fördern. Durch den Einsatz KI-gestützter Funktionen können Organisationen manuelle Arbeit reduzieren, die Genauigkeit verbessern, die betriebliche Effizienz beschleunigen und eine höhere Agilität erreichen.
 

KI-Agenten verwandeln Dynamics 365 F&O von einem statischen Repository in eine leistungsstarke Aktionsplattform. Diese Transformation ermöglicht es Unternehmen, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren, Ressourcen zu optimieren und neue Ebenen von Agilität und Innovation freizuschalten.
 

Mit dieser Transformation können Unternehmen mehr tun, als Daten nur zu speichern – sie können intelligent und in Echtzeit darauf reagieren. KI-Agenten sind darauf ausgelegt, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, komplexe Workflows zu orchestrieren und sich nahtlos in ERP-Prozesse zu integrieren. Sie reagieren nicht nur auf Befehle, sondern analysieren proaktiv Daten, erkennen Muster und empfehlen Maßnahmen, die Effizienz und Innovation vorantreiben.
 

Stellen Sie sich vor, Finanzperioden schneller abzuschließen, Lieferketten dynamisch zu optimieren oder operative Engpässe vorherzusagen, bevor sie auftreten. Diese Fähigkeiten sind nicht länger Zukunftsmusik – sie werden mit KI-Agenten in Dynamics 365 F&O Realität. Durch die Kombination von ERP-Daten mit fortschrittlichen KI-Modellen erhalten Unternehmen ein leistungsstarkes Werkzeug, um manuelle Arbeit zu reduzieren, die Genauigkeit zu verbessern und Entscheidungsprozesse in großem Maßstab zu beschleunigen.
 

Diese Entwicklung markiert eine neue Ära für Unternehmenssysteme: eine Ära, in der Finance und Operations nicht mehr statische Datensätze sind, sondern intelligente Aktionsmotoren. Unternehmen, die diesen Wandel annehmen, erschließen Agilität, Resilienz und Wettbewerbsvorteile in einer zunehmend datengetriebenen Welt.
 

Grundlegende Konzepte

Ein Agent ist eine autonome oder halbautonome Softwareeinheit, die darauf ausgelegt ist, Aufgaben im Auftrag eines Benutzers oder Systems auszuführen. Im Kontext von KI ist ein Agent weit mehr als ein einfaches Skript – er ist eine intelligente Komponente, die Anweisungen interpretiert, Ressourcen nutzt, Aufgaben ausführt, Entscheidungen trifft und innerhalb definierter Grenzen handelt.

Agenten werden häufig von KI-Modellen unterstützt und können interaktiv oder autonom arbeiten, um Workflows zu optimieren – entweder indem sie auf Benutzeranfragen reagieren oder unabhängig geplante oder ereignisgesteuerte Prozesse ausführen. Dies macht sie zu einem zentralen Bestandteil moderner Unternehmenslösungen wie Dynamics 365 F&O, wo Effizienz und Intelligenz entscheidend sind.

 

Kernmerkmale von Agenten:

  • Interpretation von Anweisungen:
    Agenten verstehen Benutzerbefehle, die oft als Prompts oder in natürlicher Sprache gegeben werden. Sie übersetzen diese Anweisungen in umsetzbare Schritte und nutzen KI-gestützte Logik.
  • Zugriff auf Daten und Dienste:
    Agenten können sich mit verschiedenen Datenquellen verbinden (z. B. CRM-Daten, ERP-Systeme, externe APIs). Sie rufen Daten ab, verarbeiten und analysieren sie, um Erkenntnisse zu liefern oder Operationen auszuführen.
  • Von Entscheidungen zu Ergebnissen:
    Über die reine Datenabfrage hinaus können Agenten Aufgaben ausführen, wie das Aktualisieren von Datensätzen in Dynamics 365, das Auslösen von Workflows oder Geschäftsprozessen, das Versenden von Benachrichtigungen oder das Erstellen von Berichten.
  • Zielgerichtet und ergebnisorientiert:
    Agenten verfolgen klare Ziele, wie die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, die Verbesserung von Entscheidungen durch prädiktive Analysen oder die Optimierung der Kundeninteraktion durch personalisierte Ansätze.
  • Geführte Interaktion und vollständige Automatisierung:
    Agenten können interaktiv arbeiten und Benutzer Schritt für Schritt unterstützen oder autonom vordefinierte Prozesse ohne Aufsicht ausführen.

Ein Prompt ist eine Anweisung oder Eingabe, die einem KI-System (wie Copilot oder anderen KI-Modellen) gegeben wird, um dessen Verhalten zu steuern und das Ergebnis zu bestimmen. Es ist im Wesentlichen die Art und Weise, wie Sie mit der KI „kommunizieren“, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Ein Prompt kann eine Frage, ein Befehl, Hintergrundinformationen oder Einschränkungen enthalten. Die Qualität und Klarheit des Prompts beeinflussen direkt die Genauigkeit und Relevanz der KI-Ausgabe.
 

Kernmerkmale eines Prompts:

  • Instruktive Prompts: Direkte Befehle
    Ein Prompt sagt der KI, was sie tun soll, zum Beispiel:
    Fasse dieses Dokument zusammen.” oder „Erstelle eine Liste der Vorteile von Dynamics 365.“
  • Kontextuelle Prompts: Mit Hintergrundinformationen
    Prompts enthalten oft zusätzlichen Kontext, um die Genauigkeit zu verbessern:
    „Fasse dieses Dokument für ein Vertriebspublikum zusammen.“ oder „Erstelle eine Marketing-E-Mail in freundlichem Ton.“
  • Konversationelle Prompts: Für Chat-basierte Systeme
    Prompts können einfach sein: „Übersetze diesen Text ins Englische.“ oder komplex:
    „Analysiere diesen Datensatz und erstelle ein Balkendiagramm mit den monatlichen Umsätzen.“
  • Mehrstufige Prompts: Kombinierte Aufgaben
    Prompts können sich an verschiedene Aufgaben anpassen: Inhalte schreiben, Code generieren, Fragen beantworten, Workflows erstellen usw.

 

Prompts bilden die Sprache der Absicht, während Agenten als Ausführende der Aktionen agieren. Gemeinsam ermöglichen sie im Rahmen des Microsoft Dynamics 365 ERP Modelkontextprotokoll (MCP) eine neue Ära intelligenter, kontextbewusster Unternehmensautomatisierung.

Microsoft gestaltet die Zukunft der Unternehmensprozesse neu – mit dem Dynamics 365 ERP Model Context Protocol (MCP).

Eingeführt auf der Microsoft Build 2025, etabliert MCP einen standardisierten und kontrollierten Ansatz, um KI-Agenten, Anwendungen und Services mit operativen Systemen und analytischen Erkenntnissen zu verbinden. Was als Meilenstein für die Verknüpfung von KI und ERP-Systemen begann, hat sich zu einem dynamischen Framework entwickelt, das nun auch Analysekontexte integriert – seit Dezember 2025 in der Public Preview.

Dies ist nicht einfach eine Integration; es ist weit mehr als eine technische Verbindung. Es ist ein Katalysator für Transformation und markiert den Wendepunkt von reinen Systemen der Aufzeichnung hin zu Systemen des Handelns.

Durch die nahtlose Interaktion von KI-Agenten mit ERP-Prozessen, Daten und Analyse-Pipelines eröffnet MCP autonome Geschäftsprozesse und agentische Innovation in Finance und Operations. Mit MCP können Unternehmen ihren Code, ihre Daten und ihre Tools mit KI-Plattformen wie Copilot, Claude und Cursor verbinden – und damit den Weg für intelligente, automatisierte Entscheidungen im großen Maßstab ebnen.

 

Was ist MCP?

Der Begriff Model Context Protocol (MCP) besteht aus drei Komponenten: Model, Kontext und Protokoll.
 

Das Konzept des Modells ist vertraut und nichts Neues – insbesondere heute mit dem Aufstieg großer Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT (OpenAI), Gemini (Google) oder Claude (Anthropic). Diese Modelle treiben Tools wie Microsoft Copilot an, bei denen zunächst festgelegt wird, welches Modell ein Agent während der Konfiguration verwendet.
 

Viele gehen davon aus, dass Modelle im Internet nach Antworten suchen – das ist jedoch falsch. Stattdessen sagen sie das nächste Wort basierend auf Mustern voraus, die sie aus riesigen Datensätzen gelernt haben. Sie greifen nicht auf Live-Daten zu und kennen keine Echtzeitinformationen; sie agieren als Sprachexperten, basierend auf umfangreichen textbasierten Trainingsdaten.
 

Der Kontext ist die Hintergrundinformation, die Sie dem Modell bereitstellen. Denken Sie an eine E-Mail-Betreffzeile – sie gibt dem Empfänger eine Vorstellung vom Inhalt, bevor die Nachricht geöffnet wird. Wenn Sie mit ChatGPT, Claude oder Copilot interagieren, bildet Ihre Eingabe – ob Frage oder Hintergrundinformation – den Kontext, der die Antwort prägt.
 

Je besser der Kontext, desto besser die Antwort. Ein reichhaltiger Kontext führt zu präziseren und relevanteren Ergebnissen. Kontext ist der Schlüssel, um das volle Potenzial großer Sprachmodelle auszuschöpfen. Deshalb ist Kontext ein kritischer Faktor für die Leistungsfähigkeit von LLMs.
 

Ein Protokoll ist einfach eine Menge von Regeln. In der Softwareentwicklung definieren Protokolle, wie Systeme miteinander interagieren – sie gehören zum Alltag eines Entwicklers. KI-Agenten und Anwendungen folgen demselben Prinzip: Sie benötigen klare Regeln für die Kommunikation und den Datenaustausch, also strukturierte und standardisierte Vorgaben, um Informationen effektiv auszutauschen.
 

Das Model Context Protocol ist ein standardisiertes Framework, das definiert, wie Kontext an Modelle übergeben wird. Es sorgt für strukturierte und zuverlässige Interaktionen zwischen KI-Agenten, Daten und Tools.
 

Während MCP die Regeln für die strukturierte Kommunikation festlegt, setzt der MCP-Server diese Regeln praktisch um. Er dient als Gateway, über das KI-Agenten auf Unternehmenssysteme zugreifen und Geschäftsaktionen ausführen können.
 

Was ist ein MCP-Server?

Ein MCP-Server (Model Context Protocol-Server) ist ein Backend-Dienst, der KI-Modellen und Agenten über das standardisierte Model Context Protocol (MCP) strukturierte Funktionen, Tools und Datenressourcen bereitstellt.

 

Der MCP-Server stellt eine standardisierte Schnittstelle bereit, die es KI-Modellen ermöglicht, nahtlos mit externen Systemen wie ERP, CRM, APIs und Datenbanken zu kommunizieren. Anstatt statische API-Aufrufe einzubetten, werden verfügbare Tools und Operationen dynamisch in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format bereitgestellt. Darüber hinaus übernimmt der MCP-Server Sitzungspersistenz, Benutzerkontext und Zugriffskontrolle, um sichere und zuverlässige Interaktionen zu gewährleisten.

 

Agenten können den MCP-Server als Erweiterung einbinden. Beispiel: Die Erweiterung des Copilot for Finance and Operations Apps-Agenten ermöglicht es, innerhalb von F&O über die Copilot-Chatoberfläche direkt mit dem MCP-Server zu interagieren. Da Agenten auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht werden können, profitieren Unternehmen von flexiblen Integrationsoptionen.
Ein Beispiel ist die nahtlose Integration des MCP-Servers mit Copilot Sidecar, wodurch Benutzer Daten per natürlicher Sprache abfragen, erstellen, aktualisieren und löschen können.

 

Microsoft hat Pläne vorgestellt, diese Grundlage mit zwei bedeutenden Innovationen weiter auszubauen:

  • Dynamics ERP MCP-Server
    Der Dynamics 365 ERP MCP-Server entwickelt sich von einem statischen zu einem dynamischen Modell und eröffnet den sicheren Echtzeitzugriff auf Hunderttausende ERP-Funktionen für Agenten, Entwickler und Anwendungen. Diese dynamische Fähigkeit ist jetzt in der Public Preview verfügbar.
  • Analytik MCP-Server
    Ein neuer MCP-Server für Analytik wird eingeführt, der dieselben Modelkontext-Prinzipien auf Business Intelligenz und Insights anwendet. Dieser Server tritt im Dezember in die Public Preview ein.

Wie funktioniert es?

Client–Server-Modell

  • MCP-Client: Eingebettet in einen KI-Agenten oder eine Anwendung (z. B. Dynamics 365 Copilot, GitHub Copilot).
  • MCP-Server: Stellt ERP-Funktionen, Datenendpunkte und verfügbare Aktionen über standardisierte Protokolle wie JSON-RPC oder HTTP/SSE bereit.

     

Ablauf

  1. Der Benutzer gibt einen Prompt ein (z. B. „Finde gesperrte Artikel“).
  2. Der KI-Agent kommuniziert mit dem MCP-Server, um die Anfrage zu interpretieren und auszuführen.
  3. Der MCP-Server führt die relevante ERP-Funktion aus und liefert strukturierte, umsetzbare Ergebnisse an den Agenten zurück.

Die neuen MCP-Server-Tools ermöglichen es Agenten, mit ERP-Formularen ähnlich wie ein menschlicher Benutzer zu interagieren – sie können Formulare öffnen, Feldwerte setzen und Aktionen auslösen. Anstatt sich auf statische Tools für einzelne Aufgaben wie „Finde gesperrte Artikel“ zu verlassen, nutzen Agenten jetzt dynamische Tools, die über Tausende von Formularen hinweg funktionieren.
 

MCP erschließt damit umfassende ERP-Funktionen in den Bereichen Finance, Supply Chain, HR und Project Operation. Diese Fähigkeiten basieren weiterhin auf den etablierten Sicherheits-, Berechtigungs- und Prüfungsmechanismen von ERP, sodass IT-Teams ihre Systeme sicher erweitern und innovativ gestalten können.
 

Bei jeder Interaktion passt der MCP-Server den Kontext dynamisch an – basierend auf den Sicherheitsrechten des Agents, den Systemeinstellungen und der Personalisierung. ISV-Add-ons und individuelle Anpassungen der Umgebung werden nahtlos in das MCP-Ökosystem integriert.

Möglichkeiten und Beispiele

  • Prozessverkettung: „Zeige mir alle Rechnungen über 10.000 € und sende mir die Rechnungsnummern sowie Kundendetails per E-Mail.“
  • Schnellere Datenabfrage: „Gib mir die neueste Rechnung für die Bestellung ‚VK12345‘.“
  • Beschleunigte Datenerstellung: „Erstelle eine neue Bestellung für den Kunden ‚DE-1001‘.“
     

Vereinfachter Datenvergleich: „Vergleiche Angebotspreise in Bestellanforderungen der Lieferanten 1001 und 1002, einschließlich Informationen zu Lieferung und Lagerstandorten.“ 

Voraussetzungen

  • Microsoft Dynamics 365 Supply Chain Management Version 10.0.46 oder höher.
  • Die Tier 2 oder höher Umgebung oder ein Unified Developer Environment. Der MCP-Server wird in Cloud Hosted Environments (CHE) nicht unterstützt.
  • Das Feature (Vorschauversion) Dynamics 365 ERP Modellkontextprotokoll-Server muss in der Funktionsverwaltung aktiviert sein.